Nützliches Wissen über Bienen und Honig
Honig gehört zu den wenigen Lebensmitteln, die nahezu unbegrenzt haltbar sind. Seine geringe Feuchtigkeit und natürlichen Enzyme verhindern, dass sich Keime vermehren. Wichtig ist jedoch die richtige Lagerung: dunkel, kühl und gut verschlossen.
Letzteres ist besonders wichtig, da Honig ist hygroskopisch, was bedeutet, dass Honig Wasser aus seiner Umgebung anzieht und aufnimmt. Erreicht er einen Wassergehalt von über 20% so ist es auch nur mehr eine Frage der Zeit, bis er beginnt er durch die Aktivität natürlicher Hefen zu fermentieren, was zu schäumendem, spritzigem Honig mit saurem Geruch und veränderter Konsistenz führt. Dann ist er verdorben.
Wird er zu warm gelagert, werden auf längere Sicht wertvolle Enzyme, Aromastoffe und Nährstoffe zerstört. Wenn er nur fest wird, ist das kein Zeichen für Verderb, sondern ein natürlicher Prozess – schonendes Erwärmen macht ihn wieder flüssig.
Bienen fertigen die sechseckigen Zellen ihre Waben mit einer erstaunlichen, mathematischen Präzision. Alle Winkel betragen 120 Grad und die Dicke der Zellwände ist mit 0,07 Millimetern ebenfalls immer identisch. Das Wachs, das sie dazu benötigen, "schwitzen" sie als kleine Wachsplättchen mit ihren - an der Körperunterseite gelegenen - Wachsdrüsen. Frisches Wachs ist farblos bis weiß und wird erst mit der Zeit vom Honig, Pollen und Propolis gelb.
Mit dem Kauf von 1 kg Honig vom heimischen Imker sichern Sie die Bestäubung von 5 bis 7 Millionen Blüten, denn so viele Blüten werden dafür von den Honigbienen besucht. Eine Sammelbiene fliegt täglich zu etwa 100 Blüten und das rund 40 Mal am Tag. Das sind satte 4.000 Blüten, die eine einzelne Honigbiene an einem Flugtag im Sommer bestäubt. Neben einem besonderen Geschmackserlebnis ist das doch ein toller Bonus für die Natur, oder?
Honig kann man im Labor auf seine Qualität untersuchen. Es gibt aber auch einige Möglichkeiten, gewisse Eigenschaften mit freiem Auge zu beurteilen. Wenn Honig nicht in einem dünnflüssigen Strahl, sondern wie auf dem Foto dargestellt in ein Gefäß läuft, dann nennt das der Imker auch "blättern". Und das ist ein sehr gutes Zeichen. Denn dann hat der Honig einen geringen Wassergehalt und das ist ein wesentliches Qualitätskriterium.
Bienenschwärme sind ein Spektakel und spannend zu beobachten. Es handelt sich dabei um einen Teil eines "alten" Volkes, der mit einer frisch geschlüpften, jungen Königin ausgezogen und nun auf der Suche nach einem neuen Nistplatz ist. In der Regel ziehen die Schwärme bald weiter, da ihr bevorzugter Wohnraum ein hohler Baum wäre. Können Sie keinen finden, nehmen Sie auch mal gerne einen Dachboden oder Ähnliches, sofern sie einen Zugang finden. Sehen sie also einen Bienenschwarm in ihrem Garten, dann setzen Sie sich auf einen Stuhl, lehnen sich zurück und genießen Sie das Schauspiel.


